top of page

Nach dem Hagel: Wie Sie erkennen, ob Ihre PV-Anlage etwas abbekommen hat

Autorenbild: Andreas Gallmetzer
Andreas Gallmetzer
10. Sept.
2 Min. Lesezeit

Gebrochenes Glas sieht man vom Garten aus. Risse in den Solarzellen sieht man nicht – und die können über Jahre Ertrag kosten.


Wofür Module gebaut sind

Jedes Modul mit IEC-61215-Zertifikat hat einen Beschuss mit Eiskugeln hinter sich: 25 Millimeter Durchmesser, 23 Meter pro Sekunde (gut 80 km/h), auf elf festgelegte Stellen. Das deckt normalen Hagel ab. Für größere Körner gibt es höhere Hagelwiderstandsklassen: Für die Klasse HW4 müssen Module Körner mit 40 Millimetern aushalten.

Welches Modul welche Klasse erreicht, lässt sich in den öffentlichen Hagelregistern der Schweiz und Österreichs nachschlagen: hagelregister.ch und hagelregister.at. Die Modulbezeichnung finden Sie in Ihren Anlagenunterlagen oder auf dem Typenschild.


Das unsichtbare Risiko: Mikrorisse

Der Hageltest prüft nicht nur, ob das Glas hält. Er soll auch verhindern, dass sich das Modul beim Aufprall so stark durchbiegt, dass die Zellen darunter feine Risse bekommen. Genau hier liegt das Problem nach einem kräftigen Gewitter: Das Glas ist heil, die Anlage läuft, aber einzelne Zellen können gerissen sein.

Anfangs kostet das kaum etwas. Über viele Sommer und Winter können sich solche Risse aber ausweiten, Teile einer Zelle vom Stromfluss abtrennen und Hotspots bilden. Mit bloßem Auge ist davon nichts zu sehen – mit der Wärmebildkamera schon. Mehr dazu im Beitrag „Was das Wärmebild sieht – und Ihre App niemals zeigen wird“.


Was Sie nach einem Hagelgewitter tun

1.    Vom Boden aus schauen, notfalls mit Fernglas: Sprünge im Glas, verschobene Module, Schäden am Rahmen?

2.    Bei sichtbaren Schäden nicht aufs Dach und die Module nicht berühren. Informieren Sie Ihren Fachbetrieb und Ihre Versicherung.

3.    Ertrag vergleichen: die sonnigen Tage nach dem Gewitter mit den Tagen davor – wetterbereinigt, nicht nach Gefühl.

4.    Dokumentieren: Datum, Fotos, Ertragsverlauf. Ob und wie Hagelschäden versichert sind, steht in Ihrer Gebäude- oder PV-Police. Ein sauberer Vorher-nachher-Vergleich hilft bei jeder Schadensmeldung.


Wie Solkura dabei hilft

Solkura hält den Soll-Ist-Vergleich jeden Tag fest – auch für den Tag vor dem Gewitter. Zeigt die Anlage danach eine bleibende Lücke, erfahren Sie das mit einer Einschätzung, ob sich eine Drohnen-Thermografie lohnt. Hat die Anlage nichts abbekommen, hören Sie nichts von uns. Und der Jahres-Report liefert die Unterlagen für Garantie und Versicherung.

 
 
 

Kommentare


bottom of page